Schuhcreme + Tetrapak = Tiefdruck: ein Homeschooling-Experiment

Aktualisiert: Okt 4


Man nehme: Schuhcreme und Tetrapak, und schon kann das Tiefdruck-Experiment beginnen. Ob in der Schule oder im Homeschooling, im Klassenverband oder allein: Der Tütendruck lässt sich überall realisieren und macht garantiert Laune. Und zwar völlig unabhängig von den Ergebnissen!


Im Folgenden werdet ihr erfahren, wie diese Methode funktioniert, was man dafür alles braucht und wofür Nudeln und Schaschlickspieße gut sein können. Neben einer Materialliste und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) findet ihr in diesem Beitrag viele nützliche Tipps, Tricks und Links zu weiteren Druck-Tutorials im Netz.


Die Fotos in diesem Beitrag stammen zum Teil von mir (oben), die meisten aber von "meiner" 10c, welche sich am 03.05.2021 der Herausforderung gestellt und den Tütendruck im tiefsten Homeschooling ausprobiert hat. Im Rahmen einer Videokonferenz! In knapp 90 Minuten! Bei laufender Kamera! Verrückt, was alles von zuhause aus geht...


Tütendrucke von Nina N.



Didaktischer Kontext
Tiefdruck im Homeschooling - geht das überhaupt? Schon unter normalen Bedingungen, also im Klassenraum, stellt diese Technik eine Herausforderung dar: Mit einer Radiernadel ins Metall zu ritzen, mit ölhaltiger Farbe, Wasserwanne und Druckpresse zu hantieren: Tiefdruck hat es in sich. Kein Wunder, dass man in der Schule lieber auf den user-freundlicheren Hochdruck zurückgreift. Linolschnitt oder Kartoffelstempel: Alle Hochdruckverafahren sind einfacher als Tiefdruck, ob Kaltnadelradierung oder Aquatinta.
Und dann kommt das Homeschooling als solches erschwerend hinzu! Tiefdruck zuhause, allein, ohne fachlicher Anleitung und professioneller Ausrüstung? Braucht man dafür nicht zahlreiche kostspielige und im Lockdown schwer erhältliche Materialien: Kupferplatte, Radiernadel, Ölfarbe, Büttenpapier, woher sollen die Jugendlichen das alles nehmen? Aus welchem Budget bezahlen? Und rechtfertigt der Aufwand überhaupt die Mittel?
Vermutlich wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, dieses komplexe Thema im Homeschooling anzugehen, wenn ich nicht zufällig auf ein Fortbildungsangebot der Städtischen Galerie Karlsruhe gestoßen wäre. Er richtete sich an Kunstlehrer*innen und andere Multiplikatoren, hieß "Kitchen Print" und versprach, mit einfachsten Mitteln, vom Küchentisch aus Tiefrducke zu generieren: "Alle präsentierten Gestaltungsmethoden basieren auf einfachen Schul- und Haushaltsmaterialien," so der Ankündigungstext, und Zoom sei Dank konnte ich mich persönlich davon überzeugen, dass dieses Tiefdruck-Abenteuer durchaus videokonferenz-geeignet und homeschooling-tauglich war. Den Link zu dieser und vielen weiteren tollen Fortbildungen der Städtischen Galerie Karlsruhe findet ihr unten in der Linksammlung sowie hier.


Oben: Rembrandt Harmensz. van Rijn: Selbstbildnis mit Mütze (...), 1630, 5,1 x3 4,6 cm, Radierung © Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: U. Edelmann


Man beachte übrigens die Größe - oder vielmehr die Winzigkeit - Rembrandts Selbstportraits: ca. 5 x 5 cm! So filigran kann man sonst nur mit Bleistift arbeiten - oder eben mit einer Radiernadel.


Making Of: Portfolio von Nele B.



Kitchen Print: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung


1. Materialliste

Bevor es ernst wird und die Druck-Session beginnen kann, sollte der Arbeitsplatz gut vorbereitet sein. Dafür sollten alle nötigen Materialien auf einem großflächig abgedeckten Tisch griffbereit liegen. Zum Hände Waschen zwischendurch sollte eine Schüssel Wasser mit etwas Spüli und einem fusselfreien Handtuch daneben stehen. Oder ihr richtet euch gleich in der Küche ein. Daher übrigens auch der Name: Kitchen Print.

Die Materialliste, die nun kommt, wirkt im ersten Moment erschreckend lang. Aber keine Panik: In Wirklichkeit sind es alles Dinge, die man sowieso zuhause hat. Der Vorbereitungsaufwand bleibt daher überschaubar.


Oben: Arbeitsplatz von Ricarda B.

Unten: Materialbeschaffung von Rebin M.

Druckplatte: Eine Tetrapak-Tüte, aufgeschnitten, mit Spüli gereinigt (=entfettet) und trocken. Innen kann sie mit einer Silber- oder Kunststofffolie beschichtet sein, es klappt so oder so.

Ritzwerkzeug: Zirkel / Skalpel / Nagel / Schaschlikspieß (aus Metall) o. Ä. zum Ritzen; das Werkzeug sollte gut in der Hand liegen

Dies und das: Schere, Zeitungspapier zum Tischabdecken, Folienstift (oder Kugelschreiber) fürs Vorzeichnen

Zum Saubermachen: Handtuch zum Hände Abtrocknen, eine tiefe Schale (z. B. Salatschüssel) mit Wasser und ein bisschen Spüli zum Hände Waschen; eine Küchenrolle kann auch nie schaden...

Papier: 5-10 weiße Papierbögen in normaler Druckerqualität (80g/qm), auf Postkartengröße zurechtgeschnitten; eine Wanne mit Wasser, in welche das Papier locker hineinpasst, z. B. eine Auflaufform; bitte nur zur Hälfte mit Wasser füllen, um eine Überschwemmung zu vermeiden

Zum Drucken: Jersey-Stoff (z. B. ein altes T-Shirt) als Zwischenlage sowie ein flacher Kochlöffel (oder Suppenlöffel) zum Drucken / Reiben

Farbe: Schuhcreme: fest und cremig, am besten aus einer Metalldose, hier ist die Konsistenz meist fester als in der Tube. Alternativ kann man auch echte Druckfarbe benutzen, wenn man sie hat. Ein dunkler Lippenstift geht übrigens auch - danach ist er allerdings hin...


Materialliste zum Herunterladen findet ihr als PDF hier:

Tiefdruck_Materialliste_Tangian
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2. Ritzen


Ist der Arbeitsplatz vorbereitet, könnt ihr mit dem Druck-Experiment beginnen. Schneidet aus eurer Tetrapak ein bis zwei kleinere Rechtecke heraus. Zeichnet ein schlichtes Motiv auf die innere, beschichtete Seite. Mit einem Folienstift oder Kugelschreiber geht es am besten. Gebt euch also bloß nicht zu viel Mühe: Dieser erste Versuch dient vor allem dem Erproben der Technik. Hier würden eine einfache Blume oder ein abstraktes Muster vollkommen reichen. Denkt auch daran, dass euer Bildmotiv spiegelverkehrt gedruckt wird - wie bei jedem anderen analogen Druckverfahren auch.


Ist eure Vorskizze fertig, könnt ihr die gezeichneten Linien nachritzen. Dafür könnt ihr verschiedene spitze Utensilien ausprobieren: Zirkel, Nagel, Schaschlickspieß...


Wichtig dabei ist, dass die geritzten Linien a) ausreichend tief und b) nicht zu dünn ausfallen, denn darin soll im Folgenden die Druckfarbe haften bleiben.



3. Wässern und Färben


Legt ein paar Blätter Papier in die Wasserwanne und lasst sie darin mindestens 10 Minuten treiben. Tragt währenddessen Farbe auf eure geritzte Druckplatte auf. Dazu könnt ihr euch aus den Resten der Tetrapak eine kleine Spachtel zurechtschneiden. Beim Auftragen der Farbe (Schuhcreme oder Druckfarbe) kommt es auf den richtigen Druck und Winkel eurer Spachtel an: Zeiht sie relativ flach über die Platte, damit die Farbe in die Rillen hängen bleibt, nicht aber an der Oberfläche. Es klingt komplizierter, als es ist: Nach ein paar Fehlversuchen werdet ihr den richtigen Dreh schon herausfinden.


Mit dem Lippenstift funktioniert es ähnlich: Auch hier wird die Farbe erst über die gesamte Platte verteilt und dann von der Oberfläche abgetragen, diesmal allerdings nicht mit einer Spachtel (dafür ist die Farbe zu ölig), sondern mit einem fusselfreien Küchentuch o. ä..


Generlell gilt: Ist euer Druck zu blass, habt ihr zu wenig Farbe auf- oder zu viel Farbe abgetragen.



4. Drucken


Holt das gewässerte Papier aus dem Wasserbad und legt es zum Trocknen kurz auf die Zeitung. Allerdings für weniger als 3 Minuten: Wenn das Papier zu lange auf der Zeitung liegen bleibt, wird es zu trocken oder verfärbt sich. Alternativ kann man nasse Papierbögen an ein Glasfenster oder eine glatte (Schrank-)Tür dranklatschen und kurz abtropfen lassen. Die Eltern werden sich über so viel Experimentierfreude freuen, ganz bestimmt.


Beachtet bitte: Beim Drucken sollte das Papier feucht, aber nicht mehr tropfnass sein, sonst kann es beim Drucken reißen.


Sobald das Papier den richtigen Trocknungsgrad erreicht hat, könnt ihr mit dem Drucken beginnen. Platziert eure eingefärbte Platte mit dem Motiv nach oben vor euch. Darauf kommt das feuchte Papier, darüber - ein Stück Stoff, am besten Jersey (z. B. ein T-Shirt). Bei einem festeren Stoff kann das Papier schneller reißen.

Reibt nun in kreisenden Bewegungen, mit der flachen Seite eines Löffels über den Stoff. Keine Partie eures Druckes darf dabi vergessen werden. Drückt mit dem Löffel nicht zu fest auf und nimmt euch Zeit dafür: Mindestens eine Minute solle das Drucken andauern, bei größeren Formaten auch länger. In dieser Zeit saugt das nasse Papier die Farbe aus den geritzten Linien auf, der Tiefdruck entsteht.


Vertraut dabei dem Trial & Error-Prinzip: Es wid vermutlich mehrere Anläufe brauchen, bis ihr herausgefunden habt, wieviel Farbe ihr auf- und abtragen müsst, wie fest ihr reiben müsst und wie nass das Papier dabei sein sollte. Nur keine Panik! Nach ein paar Versuchen läuft das Drucken wie geschmiert, versprochen.



Mein eigener Druckversuch.


5. Zusammen ist man weniger allein:

Der Videokonferenz-Bonus


Nun sollte jedem klar sein, wie sinnlich und befreiend Tütendrucksein kann. Und dann kommt noch der Videokonferenz-Bonus dazu: Dank der vielen bewegten Bildschirm-Bildchen konnte doch noch ein Gemeinschaftsgefühl entstehen. Man konnte sich gegenseitig über die Schulter gucken, seine Druckergebnisse in die Kamera hochhalten und mit seinen Klassenkamraden über das eine oder andere Missgeschick zusammen lachen - ein kleines soziales Event, der nach monatelanger Isolation sichtlich wohltuend wirkte. Allein dafür hatte sich der Aufwand gelohnt!


Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung als PDF:


Tiefdruck_Anleitung_Tangian
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Arbeitsplatz von Frederik H.



Under Pressure:

Schüler-Feedback zum Tiefdruck-Experiment


Damit diese Homeschooling-Erfahrung unvergesslich bleibt, haben Schüler im Rahmen einer kleinen Zusatzaufgabe Portfolios erstellt, in welchen sie ihren Arbeitsprozess teils ernsthaft, teils selbstironisch reflektieren. Hier sind einige Auszüge daraus:


Frederik H.


"Insgesamt denke ich, es hat ganz gut geklappt, obwohl es zwischendurch doch recht durcheinander war. Ich musste meinen Druck auf den Balkon verschieben, weil drinnen dafür kein Platz war, aber mit viel Zeitungspapier und Steinen als Befestigung ist mir nur selten etwas weggeflogen... Beim Drucken kann ich nur empfehlen, alles was man nicht mehr braucht sofort wegzuräumen und durchgängig für Ordnung zu sorgen. Dadurch hat bei mir alles recht ordentlich geklappt; ansonsten hätte ich bestimmt 30 min aufräumen müssen. Von den Ergebnissen bin ich sehr beeindruckt (das hatte ich schlechter erwartet) und ich habe festgestellt, dass es besser geht, wenn das Papier lange einweicht. Ich finde es war eine neue und ganz andere Erfahrung als normalerweise, die man nicht oft erlebt."


Luise B.


"Dieses Projekt hat mich fasziniert, obwohl mein Endprodukt nicht optimal war. Es war experimentell und originell, was ich sehr interessant fand. Mit so alltäglichen Gegenständen zu arbeiten macht die Kunst spannend und aufgeweckt. Man kann verschiedene Variationen machen und dabei sein Kunstwerk weiter entwickeln und verbessern."


Jan L.


"Ich bin leider völlig untalentiert, was Kunst angeht, und so war so ziemlich das einzige, was gut geklappt hat, die Materialien zu besorgen. Was nicht gut geklappt hat, war so einiges, was auch z.B. daran lag, dass ich sehr ungeschickt bin und einmal alles überflutet habe. Naja, aber obwohl es nicht besonders gut lief, hat es Spaß gemacht, da es mal etwas Neues war und man nicht besonders was besorgen musste, sondern ganz im Gegenteil, eine Milchpackung noch verwerten konnte."


Lilly V.


"Insgesamt hat das Projekt für den ersten Versuch gut geklappt. Für mich hat es besser mit dem Lippenstift funktioniert, da die anderen Farben die falsche Konsistenz hatten. Das Ritzen des Motivs hätte eventuell noch etwas tiefer gekonnt, vor allem bei dem Elefanten, der Farbauftrag bzw. -abtrag sowie das Drucken an sich hat jedoch gut funktioniert. Einmal ist das Papier auch gerissen, da es noch zu nass war und nicht kurz getrocknet ist. Ich fand das Projekt insofern eine gute Idee, dass man nicht am PC saß und etwas eher Handwerkliches gemacht hat. Die Drucktechnik ist nur relativ zeitaufwendig (vor allem das Aufräumen danach), aber auf jeden Fall einen Versuch wert, da man das Meiste auch schon zu Hause hat."


Jannick B.



"Ich fand das Projekt und die gemeinsame Videokonferenz sehr entspannend, demnach hat mir dieser Versuch sehr viel Spaß gemacht (abgesehen davon, dass mir öfter das Papier gerissen ist, aber dafür hatte ich ja den [Beruhigungs-]Tee :-)

Zudem fand ich die Materialanschaffung und Vorbereitung ein wenig stressig, da man im Voraus Angst hatte, dass etwas fehlt oder man nicht hinterherkommt. Aber am Ende war die Konferenz wirklich entspannt und an jeden zeitlich angepasst."


Jannicks Arbeitsplatz - inklusive Entspannungs-Tees


Nina hat sich während des Druckens Notizen gemacht - sehr vorbildlich.


Emma N., tipptopp vorbereitet


Dilovan beherrscht das Chaos...


...während Anny scheinbar kein Chaos kennt (wie geht das?!)



Arbeitsprozess: The best of

(zum Durchscrollen; zum Vergrößern bitte anklicken)



© Yannick B., Emma N., Kenan K., Ricarda B., Leni T., Anny H., Yasmin K., Stina H., Lucy B.



Tiefdruck-Portfolios: The best of


Nina N.


Emma N.

Leni T.


Luisa B.


Lara H.-H.


Alles geritzt! Links und Quellen


1. Radierung, Schritt für Schritt (PDF)


Das Städelmuseum in Frankfurt am Main hat eine inspirierende, auf Jugendliche abgestimmte und mit vielen kunsthistorischen und praktischen Tipps angereicherte Tiefdruck-Anleitung zusammengestellt, die ihr hier herunterladen könnt.


Rembrandt Harmensz. van Rijn, Die Muschel, 1650, 110 x 146 mm, Radierung, Kaltnadel und Kupferstichel, © Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: U. Edelmann

Städel_Radierung
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Download PDF • 12.06MB

2. Lernvideo zum "Tütendruck" (auf Englisch)



3. Drucken mit der Nudelmaschine: Schritt-für-Schritt-Anleitung


Wer eine Nudelmaschine besitzt, kann sich glücklich schätzen. Denn nun kann er damit nicht nur Pasta zubereiten, sondern auch noch drucken. Wie das geht, erfahrt ihr hier: https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/milchtuetendruck


4. Kitchen Print: (Online-) Fortbildungen der Städtischen Galerie Karlsruhe


Wer sich in die experimentelle Methodik des Kitchen Prints einweisen lassen möchte, ist bei der Städtischen Galerie Karlsruhe an der richtigen Adresse. Dank Zoom könnt ihr deren Fortbildungsangebote von überall auf der Welt wahrnehmen. So habe auch ich meine Inititation ins Thema Kitchen Print auf Entfernung, am heimischen Rechner erfahren. Hier ist der Link dazu (unten auch als PDF). Die angegebenen Fortbildungstermine sind zwar verstichen, aber die Kontaktdaten und die Dozentenamen sind natürlich weiterhin aktuell. Eventuell lassen sich auf diesem Weg neue, vielleicht auch schulinterne Fortbildungen planen. Die federführende KUK-Dozentin Birgit Reich ist dabei wärmstens zu empfehlen!


Kitchen Print_Fortbildungsreihe der Städtischen Galerie Karlsruhe
.pdf
Download PDF • 320KB

5. Kaltnadelradierung: Drucken für Fortgeschrittene


Und wer sich nach der Light-Variante des "Tütendrucks" die volle Tiefdruck-Dröhnung geben möchte, erfährt in diesem dreiteiligen Videotutorial, wie Kaltnadelradierung geht - nur echt mit Zinkplatte, Radiernadel & Co. Keine Bange: Auch diese Methode lässt sich schnell erlernen und eignet sich sowohl für Feinschliff-Perfektionisten als auch für Experiementier-Chaoten unter euch ;-)



Quellen zur Vertiefung

1. Eine gigantische Links-Sammlung zum Thema Radierung, deren Geschichte, Methodik und unterschiedliche Arten findet ihr in der Linkbibliothek von Wolfgang Autenrieth unter diesem Link.


Ätzen mit Fotopolymerfolie


2. Besonders empfehlenswert: die Homepage Radiertechniken.de vom Lithographen Wolfgang Autenrieth (s. o.), der sein einschlägiges Standardwerk "Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren" in Auszügen mit uns teilt. Auf seiner sehr übersichtlich gegliederten Seite findet man alles, was man zum glücklichen Drucker-Dasein braucht, ausgefallene (Al-)Chemie-Experimente inklusive

-> Literaturtipp (z. B. für die Schulbibliothek?): Autenrieth, Wolfgang: Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren. Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer, 2020 (überarbeitete Fassung), 232 Seiten. Zum Bestellen hier (auf Amazon & Co vergriffen)

3. Boesner, der Kunst-Großhändler meines Vertauens, hat zum Thema Radierung ebenfalls einen Beitrag verfasst und online gestellt - einschließlich eines Video-Statements der Künstlerin Ina Ripe, die sich als eine passionierte Druckgrafikerin outet (Video).

Zum Boesner-Beitrag bitte hier entlang.


Nun seid ihr an der Reihe!


Viel Spaß beim Ausprobieren, Herummatschen, Kunst-Machen und Chaos-Stiften - und falls ihr mir eure Druck-Ergebnisse schicken mögt (und / oder Texte dazu), würde ich sie gern hier veröffentlichen.


Zusendungen bitte an: katia.tangian@gmx.net



Ein großer Dank fürs Mitmachen und Dokumentieren an die gesamte 10c des Ratsgymnasiums Stadthagen!


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